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Weitere Nutzung des Jugendgästehauses 16.03.2016

Bürger folgten Einladung des Kreises Herford

Weitere Nutzung des Jugendgästehauses
von links nach rechts: Wolfgang Ehrbeck (Polizei Enger/Spenge), Detlev Meyer (Polizei Bünde/Rödinghausen), Norbert Burmann (Kreisdezernent Sicherheit und Ordnung); Peter Stuckhard (Moderator); Ernst-Wilhelm Vortmeyer (Bürgermeister Rödinghausen) und Dirk Kleinloh (DRK), informieren die Bürger.
© Gemeinde Rödinghausen

Rödingausen: Die Nutzung des Jugendgästehauses als Notunterkunft des Kreises Herford in Rödinghausen wird vermutlich zum 30.04.2016 auslaufen. Danach soll das Gästehaus auch weiterhin für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. Der Kreis Herford würde dann 60 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge dort unterbringen und die Gemeinde Rödinghausen bis zu 60 zugewiesene Asylsuchende.

Am 01.03.2016 fand im Haus des Gastes in Rödinghausen eine Infoveranstaltung zur möglichen Umnutzung des Jugendgästehauses statt. Norbert Burmann vom Kreis Herford, sowie Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer, Dirk Kleinloh
vom DRK (Betreiber der Notunterkunft), Detlef Meyer (Polizei Bünde/Rödinghausen) und Wolfgaben Ehrbeck (Polizei Enger/Spenge) standen den interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort. Als Moderator führte der freie Jornalist, Peter Stuckhard, durch den Abend.

Schwerpunktthema war die Unterbringung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, welche ab dem 01. Juni 2016, in das Jugendgästehaus einziehen werden. Fragen nach einem Jugendhilfeträger, der die Jugendlichen vor Ort betreut, Beschäftigungsmöglichkeiten für die jungen Erwachsenen, Sprachbarrieren und Beschulung haben die Bürgerinnen und Bürger an dem Abend besonders beschäftigt.

Aus dem Publikum kam die Anregung ein Patenmodell durchzuführen, das heißt Patenschaften für Jugendliche zu übernehmen, um sie in das Familienleben zu integrieren und auch um Sprachkenntnisse im Alltag zu verbessern. „Das ist eine gute Idee: Wir sind auch weiterhin auf die ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger und das Engagement aus Rödinghausen angewiesen“, sagt Ordnungsdezernent Norbert Burmann.

Burmann macht deutlich, dass A und O sei Sprachbarrieren zu überwinden, eine gute Betreuung zu schaffen und die Jugendlichen frühzeitig zu integrieren. Gespräche mit Jugendhilfeträgern und auch Gespräche mit Schulen und Berufskollegs werden derzeit geführt.

Auch die Frage nach der Sicherheit in Rödinghausen war ein Thema: „Das letzte halbe Jahr in Rödinghausen, also seitdem Flüchtlinge im Jugendgästehaus untergebracht sind, war aus Polizeisicht nicht auffällig“, beschreibt Detlev Meyer, Polizist in Rödinghausen. Es habe einige kleine Kavaliersdelikte und wenige Auseinandersetzungen der Flüchtlinge untereinander im Jugendgästehaus vor Ort gegeben.

Damit Rödinghausen auch weiterhin sicher bleibt, steht für Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer die Beschäftigung der Menschen im Jugendgästehaus im Vordergrund. „Wir haben Dank der vielfältigen Unterstützung aus den Vereinen sowie durch unsere zahlreichen ehrenamtlichen Helfern hier in Rödinghausen die besten Voraussetzungen die Integration in die Gemeinde zu fördern. Wobei selbstverständlich die weitere Schulbildung dieser jungen Menschen ein zentrales Thema bleibt“, sagt Vortmeyer.

Das Gelände des Jugendgästehauses ist derzeit zum Schutz der Einrichtung umzäunt, dieser Zaun soll in Zukunft abgebaut und die Präsenz des Sicherheitspersonals vor Ort verringert werden. „Wir wollen die Menschen im Jugendgästehaus nicht einsperren – sie dürfen sich dort frei bewegen, außerdem haben die letzten 12 Monate gezeigt, dass Sicherheitsmaßnahmen in dem derzeitigen Umfang in Zukunft nicht mehr nötig sind“, betont Burmann.

Die weitere Nutzung des Jugendgästehauses zur Unterbringung von Flüchtlingen ist für 12 Monate vorgesehen. Alle Beteiligten waren sich bei der Infoveranstaltung am Montagabend einig: Gemeinsam und mit viel Engagement und Ehrenamt ist auch diese Aufgabe für Rödinghausen machbar.

Weitere Fragen, Anregungen oder auch Hilfsangebote werden unter Telefon 05221- 13 20 57, 05746- 94 82 22 oder E-Mail info.fluechtlingsheim@kreis-herford.de oder info.fluechtlingsheim@roedinghausen.de entgegen genommen.