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Glasfaser

Video-Streaming, Home Office, Datenspeicherung in der Cloud - eine leistungsfähige Internetverbindung ist in der heutigen Zeit unabdingbar. Glasfaser ist das Maß der Dinge. Große Datenströme können über die leistungsstarke Anbindung in hoher Geschwindigkeit verarbeitet werden.

Die Gemeinde Rödinghausen verfolgt das Ziel, das gesamte Gemeindegebiet mit Glasfaserinfrastruktur erschließen zu lassen.

In Rödinghausen gibt es zwei Ausbauten: den Ausbau über die "Weiße Flecken-Förderung" sowie den Privatwirtschaftlichen. Zudem sollen über das Förderprogramm "Graue Flecken-Förderung" etliche Adresse angebunden werden.

Hier erfahren Sie den Stand der Dinge beim Glasfaser-Ausbau:

Ausbau der "Weißen Flecken"

In Rödinghausen gibt es wie im gesamten Kreis Herford einen geförderten Glasfaser-Ausbau, die "Weiße Flecken-Förderung". Die "geförderten" Adressen erfüllen die Voraussetzungen des Förderprogramms, weil sie – mit der Download-Rate von weniger als 30 Mbit/ s – als unterversorgt gelten. Durch die gewissen Voraussetzungen ist nicht jeder Haushalt förderfähig, der beispielsweise im Außenbereich liegt. Dies ist von Haushalt zu Haushalt unterschiedlich. Die "geförderten Gebiete" erhalten nun eine zukunftssichere Infrastruktur mit schnellem Glasfaser-Netz. Die Kosten werden von Bund, Land und Kommune getragen.

Federführend beim geförderten Glasfaser-Ausbau im Kreisgebiet ist der Kreis Herford. Dazu führte der Kreis eine europaweite Ausschreibung durch. Das Unternehmen "Deutsche Glasfaser" hat letztlich das wirtschaftlichste Angebot abgegeben und den Zuschlag für das Ausbauprojekt der "weißen Flecken" im Kreis Herford erhalten. Seit Ende Januar 2022 laufen die Bauarbeiten im Auftrag der Deutschen Glasfaser für den geförderten Ausbau in Rödinghausen.

Der Kreis Herford gibt einen Überblick über den baulichen Fortschritt in Rödinghausen (Stand Oktober 2023):

Tiefbaufortschritt: 100 %
Glasfaser einblasen: ca. 70 %
Montage und Spleißen: ca. 50 %
Hausanschlüsse sind größtenteils fertig. Aktivierungen stehen noch aus.

Weitere Informationen zum geförderten Glasfaser-Ausbau gibt es beim Kreis Herford.

Laut Aussage des Unternehmens "Deutsche Glasfaser" sollen die "weiße Flecken" im Frühjahr 2024 an das Turbo-Internet angeschlossen werden.

Privatwirtschaftlicher Ausbau

Das Unternehmen "Deutsche Glasfaser" hat im Frühjahr 2022 angekündigt, weitere Teile von Rödinghausen mit Glasfaser auszubauen. Dieser angebotene privatwirtschaftliche Ausbau wurde durch eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Gemeinde Rödinghausen und dem Unternehmen ‚Deutsche Glasfaser‘ im Frühjahr 2022 fixiert. Der Ausbau war an die Bedingung geknüpft, dass sich im Zeitraum von Mitte April bis Mitte Juli 2022 mindestens 33 % der betroffenen Haushalte für einen Vertrag mit der ‚Deutschen Glasfaser‘ entscheiden.

Durch das Ineinanderwirken unterschiedlicher Akteure wie Verwaltung, Vertreter der gesamten Kommunalpolitik in Rödinghausen und auch von Vertretern von Vereinen und Unternehmen, konnte diese Nachfragebündelung positiv im Sinne der erreichten Anschlussquote gestaltet werden. Die "Deutsche Glasfaser" kündigte einen flächendeckenden, allumfassenden Ausbau an. 

Im Dezember 2023 teilte das Unternehmen nunmehr mit, dass aufgrund äußerlicher Umstände, wie Inflation und Personalmangel in der Baubranche, ein flächendeckender Ausbau nicht mehr wirtschaftlich durch die "Deutsche Glasfaser" umsetzbar sei. Ferner wurde angekündigt, gewisse Adressen aus der Planung des privatwirtschaftlichen Ausbaus zu streichen.

Beabsichtigter Baustart für den verbleibenden Ausbau ist nach letzten Gesprächen mit der "Deutschen Glasfaser" Ende Januar 2024. Das Unternehmen rechnet mit einer Bauzeit von rund 2 Jahren und wird diese Maßnahme mit einem Tiefbauunternehmen, das in Norddeutschland beheimatet ist, umsetzen.

Weitere Informationen zum Glasfaser-Ausbau gibt es auf der Homepage der Deutschen Glasfaser.

"Graue Flecken-Förderung"

Ein erheblicher Anteil der nicht durch den privatwirtschaftlichen Ausbau berücksichtigten Adressen könnten, über ein weiteres Förderprogramm „Graue Flecken-Förderung“, angebunden werden. Dies betrifft rund 500 weitere Rödinghauser Adressen. 

Auch als Reaktion auf den nur schleppend vorankommenden Ausbau in weiteren Kreis-Kommunen haben sich 5 Kommunen unter Federführung des Kreises auf den Weg gemacht und fristgerecht zum 15. Oktober 2023 einen Förderantrag für den Glasfaserausbau von unterversorgten Bereichen (sog. „Graue Flecken“) für Adressen mit einer Datenübertragungsrate von unter 200 Mbit/s beim Bund eingereicht.

Fünf Kommunen im Kreisgebiet – dazu gehört auch die Gemeinde Rödinghausen – möchten unter Federführung des Kreises Herford von der „Graue Flecken Förderung“ profitieren: Denn in diesem Förderprogramm werden die Ausbaukosten zu 50 % vom Bund und zu 30 % vom Land getragen. Es verblieb ein wirtschaftlicher Eigenanteil, der durch die jeweilige Kommune getragen werden muss. Für die Gemeinde Rödinghausen liegt dieser bei etwa 1,2 Millionen Euro.

Um sich diesem Förderprogramm anzuschließen, ist ein Votum des Gemeinderates über den kommunalen Eigenanteil erforderlich. In der Sitzung am 7. Februar 2024 beschloss der Gemeinderat einstimmig, sich an dem Förderprogramm zu beteiligen. 

Der Kreis Herford wird nun beauftragt, ein Ausschreibungsverfahren für den Glasfaserausbau im Rahmen der „Grauen-Flecken-Förderung“ für die förderfähigen Adressen durchzuführen.

Pressemitteilung: Kreis Herford erhält Fördermittel vom Bund - Rödinghausen kann profitieren

Seit dem 09. Dezember 2020 findet im Kreis Herford der geförderte Glasfaserausbau zur Anbindung der unterversorgten Adressen im Rahmen des Bundesförderprogrammes „Weiße Flecken“ durch die Deutsche Glasfaser statt. Insgesamt werden durch dieses Ausbauprojekt kreisweit über 6.500 Haushalte, 900 Unternehmen und 58 Schulen mit einem zukunftsfähigen FTTH-Glasfaseranschluss („Fiber to the Home“ – Glasfaser bis ins Haus) versorgt. 24 weitere Schulen erhalten über die Landesschulrichtlinie einen Glasfaseranschluss. Hinzu kommen zahlreiche eigenwirtschaftliche Ausbauaktivitäten durch verschiedene Telekommunikationsunternehmen.

Dennoch gibt es im Kreisgebiet immer noch Unternehmen und Haushalte, die noch nicht an das Glasfasernetz angeschlossen werden konnten.

Für die Anbindung dieser Unternehmen und Haushalte hat der Bund im März 2023 ein weiteres Förderprogramm auf den Weg gebracht – das sogenannte „Graue-Flecken-Förderprogramm“. Förderfähig sind in diesem Verfahren Adressen, die bei einer Datenübertragungsrate von unter 200 Mbit/s symmetrisch bzw. 500 Mbit/s im Download liegen.

Für die Anbindung dieser Adressen in den Städten Bünde und Löhne sowie in den Gemeinden Hiddenhausen, Rödinghausen und Kirchlengern hat der Kreis nun vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr einen Förderbescheid in Höhe von rund 20 Millionen Euro erhalten. „Das hilft uns, den weiteren Glasfaserausausbau im Kreis Herford voranzutreiben“, so Landrat Jürgen Müller, der den Förderbescheid in Berlin entgegennahm.

Beim Netzausbau müssen die Kommunen eine 20-prozentige Ko-Finanzierung leisten. Hierzu stehen demnächst noch Beschlüsse in den einzelnen Kommunen an.

Mithilfe der Fördermittel könnten nun bestehende Versorgungslücken im Netz geschlossen werden. Eine flächendeckende Glasfaserversorgung ist für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Kreises von erheblicher Bedeutung. Landrat Jürgen Müller betont daher auch: „Ein flächendeckendes schnelles Internet gehört für mich zu einer zukunftsfähigen Wohn- und Arbeitskultur ohne Wenn und Aber dazu. Eine starke digitale Infrastruktur ist heute die Basis der Gesellschaft und der Wirtschaft. Sie ermöglicht Teilhabe und Transformation“.

Dr. Stefan Nier, Gigabitkoordinator des Kreises Herford, erläutert: „Insgesamt werden durch dieses Förderprojekt in den genannten fünf Kommunen knapp 2.800 Adressen mit einem Glasfaseranschluss versorgt. Das wird jedoch noch etwas dauern. Nach entsprechenden Beschlüssen in den Kommunen müssen wir das Vorhaben zunächst erst einmal europaweit ausschreiben“.