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Datum: 28.01.2022

Auf zwei Rädern durch Rödinghausen

Gemeinde erstellt Radverkehrskonzept – Umweltfreundlich im Alltag unterwegs

Das Thema Mobilität und Verkehr befindet sich an einem Wendepunkt. Das Bild der autogerechten Stadt wird immer stärker kritisiert, der Radverkehr gewinnt zunehmend an Beliebtheit. Viele Städte, Gemeinde und Regionen haben bereits auf diesen Wandel reagiert und ein Radverkehrskonzept verabschiedet. Jetzt macht sich Rödinghausen auf den Weg zur fahrradfreundlichen Kommune. „Um das Radfahren im Alltag attraktiver zu machen, müssen wir die Infrastruktur dafür schaffen“, sagt Bürgermeister Siegfried Lux. „Wir werden neue Radwege schaffen und das Netz so gestalten müssen, dass viel genutzte Routen sicher gefahren werden können.“

Wichtig ist es für ein attraktives Radwegenetz auch, dass die sicher ausgebauten Strecken nicht an den Gemeindegrenzen enden. Es gibt bereits das Radnetz OWL und das Alltagsradwegenetz für den Kreis Herford sowie Konzepte für Kommunen im Kreis Minden-Lübbecke und mögliche Anbindungen Richtung Melle werden derzeit von der Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH erarbeitet. Um da Synergieeffekte zu nutzen hat die Gemeinde Rödinghausen dasselbe Ingenieurbüro mit der Datenerhebung für Rödinghausen beauftragt. „Wir wollen zunächst herausfinden, welche Wege die Rödinghauserinnen und Rödinghauser regelmäßig zurücklegen und welche Strecken davon ebenso gut mit dem Rad zu bewältigen wären“, so der Bürgermeister. „Die Fachleute haben uns dafür jetzt die geplanten Eckpunkte für die Konzepterstellung vorgestellt.“

„Die überregionalen Radverkehrsnetze für OWL und den Kreis Herford haben in der Gemeinde Rödinghausen eine Netzdichte von 0,75km/km2“, erklärt Tessa Grohmann von Bockermann Fritze. „Das ist zu grobmaschig für die Wiehengemeinde, deshalb streben wir, wie einige andere Städte im Kreis Herford, eine Netzdichte von 2-4km/km2 an, um am Ende ein Radwegenetz von 100 bis 140 Kilometern Länge zu erreichen.“

Für die Erarbeitung des Konzepts sind acht Schritte vorgesehen, die unter anderem Qualitätsstandards für das Rödinghauser Radwegenetz definieren, die bestehende Radinfrastruktur analysieren und einen Maßnahmenkatalog erstellen. Los geht es aber erstmal mit einer Befragung der Rödinghauser Haushalte zum Thema Mobilität und Verkehr, die ein erstes Stimmungsbild der Rödinghauserinnen und Rödinghauser einfangen soll. Der Fragebogen ist über den QR-Code unten zu finden oder kann über den Link www.survio.com/survey/d/radverkehrinroedinghausen aufgerufen und beantwortet werden. Alle Antworten und Anregungen werden im Fragebogen anonym abgegeben.

„Wir wollen damit herausfinden, wie viele Menschen ein Fahrrad besitzen und wie sie die derzeitige Situation bewerten“, sagt Bürgermeister Siegfried Lux. „Wichtig ist mir, dass wir beim Erstellen des Konzepts immer wieder Feedback von den Bürgerinnen und Bürgern einholen und durch die praktischen Hinweise ein alltagstaugliches Ergebnis erarbeiten, das von Vielen mitgetragen wird.“ Dieser Austausch wird der Gemeinde als Planungsgrundlage und roter Umsetzungsfaden für die Folgejahre dienen. „So werden wir nach und nach fahrrad- und umweltfreundliche Mobilität in und um Rödinghausen gestalten und gemäß den gesetzten Prioritäten umsetzen“, sagt Bürgermeister Siegfried Lux.