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Datum: 28.11.2023

Rödinghauser produzieren wenig Rest- und Biomüll - Gebühren für Abfall und Kanal sinken

Seit 25 Jahren wird in Rödinghausen der Rest- und Biomüll verwogen. Aus Anlass einer Anfrage aus dem Gemeinderat hat die Gemeindeverwaltung eine gutachterliche Stellungnahme zum Ident- und Verwiegesystem in Rödinghausen erarbeiten lassen und diese jüngst der Kommunalpolitik vorgestellt. In dieser kommt das Fachbüro Schmidt / Bechtle unter anderem zu dem Ergebnis: Die Rödinghauserinnen und Rödinghauser produzieren im Kreis Herford am wenigsten Rest- und Biomüll. Bundesweit liegen die Rödinghauser Mengen an Restabfall im unteren Bereich.

In 2022 betrug der Restabfall circa 90 Kilogramm pro Rödinghauserin und Rödinghauser im Jahr, beim Bioabfall waren es circa 30 Kilogramm pro Einwohner im Jahr. Im Kreis Herford lag die durchschnittliche Erfassungsmenge im Jahr 2022 höher: für Restabfall lag sie bei circa 133 Kilogramm und für Bioabfall bei 80 Kilogramm pro Einwohner im Jahr. Vergleichbar niedrige Mengen wie in Rödinghausen (Restabfall) würden nur für die Gemeinde Hiddenhausen und die Stadt Spenge ausgewiesen, welche ebenfalls die Sammlung mit einem Ident- und Verwiegesystem durchführen, wie es in der gutachterlichen Stellungnahme heißt.

Das Fachbüro empfiehlt, in der Gemeinde Rödinghausen auch künftig ein Identsystem anzuwenden. Hierbei könne der Behälterbestand nachverfolgt und die Leerung von „Schwarzbehältern“ verhindert werden. Genauso führe die Verwiegung zu einer Reduzierung der Abfallmenge, was aus Gründen des Umweltschutzes eine hohe Priorität habe.

„In unserer Welt, wo Ressourcen begrenzt sind, ist Müllvermeidung nicht nur wichtig, sondern eine Verpflichtung. Jeder einzelne Beitrag zum Umweltschutz zählt“, so Bürgermeister Siegfried Lux. „Hier sind wir in Rödinghausen auf einem sehr guten Weg. Die Stellungnahme des Fachbüros belegt, dass wir mit dem Verwiege- und Identsystem auf Höhe der Zeit sind.“ Das Fachbüro schreibt in der Analyse weiter, dass „durch die gewichtbezogene Zusatzgebühr ein deutlicher Vermeidungsanreiz gesetzt sowie die Trennung von Abfall und Wertstoffen gefördert“ werde.

„Unser aktuelles System ist gerecht. Wer weniger Müll hat, spart Geld“, sagt Bürgermeister Siegfried Lux.

Und die Bürgerinnen und Bürger profitieren: Denn die Abfallbeseitigungsgebühren sinken in der Gemeinde Rödinghausen. Dies belegt die aktuelle Gebührenkalkulation für das Jahr 2024. Nach dieser soll die jährliche Grundgebühr von 126 € auf 120 € sinken, die variable Gewichtsgebühr mindert sich darüber hinaus von aktuell 0,29 €/kg auf 0,25 €/kg. Für einen vierköpfigen Haushalt (mit durchschnittlich 90 Kilogramm Restabfall pro Kopf) ergäbe sich eine Einsparung von rund 20 €.

Zusätzliche finanzielle Spielräume ergeben sich darüber hinaus aus der aktuellen Gebührenberechnung der Kanalbenutzungsgebühren. Diese werden nach Kalkulation der der Verwaltung auf nun 3,90 €/cbm von derzeit 4,11 €/cbm sinken. Entwässerungsgebühren mindern sich darüber hinaus von 0,57 €/qm auf jetzt 0,50 €/qm. Für einen Vier-Personen-Musterhaushalt (nach dem Bund der Steuerzahler) sollen sich die Kanal-Gebühren im nächsten Jahr um 51,10 € verringern. „Die der Politik zur Beratung und Beschlussfassung vorgeschlagene Senkung der Gebühren für 2024 wäre eine finanzielle Entlastung für alle Rödinghauserinnen und Rödinghauser“, so Bürgermeister Siegfried Lux. 

Die Kalkulationen für das kommende Jahr 2024 werden dem Haupt- und Finanzausschuss in der Sitzung am Donnerstag, 30. November 2023, und Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstag, 14. Dezember 2023, zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.