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Trinkwasserschutzsystem für sieben Löschfahrzeuge 30.07.2020

Rödinghausen stattet alle Löschgruppen mit Sicherungsarmaturen gegen Wasserverschmutzung aus

Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer, Geschäftsbereichsleiter Daniel Müller (links) und Wehrführer Rudi Altehoff (rechts) nehmen die neuen Systemtrenner in Augenschein. Mindestens zwei davon sind auf jedem Löschfahrzeug der Rödinghauser Feuerwehr.
Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer, Geschäftsbereichsleiter Daniel Müller (links) und Wehrführer Rudi Altehoff (rechts) nehmen die neuen Systemtrenner in Augenschein. Mindestens zwei davon sind auf jedem Löschfahrzeug der Rödinghauser Feuerwehr.
© Gemeinde Rödinghausen

Rödinghausen. Mit insgesamt 20 sogenannten Systemtrennern hat die Gemeinde Rödinghausen jetzt sieben Löschfahrzeuge der drei Löschgruppen Bieren, Schwenningdorf, Rödinghausen und des Löschzugs Kilver ausgestattet. „Wir gehen mit der Anzahl der Trinkwasserschutzarmaturen über die Empfehlung des Fachausschusses Technik der Deutschen Feuerwehr hinaus“, sagt Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. „Die Systemtrenner sorgen dafür, dass sich bei Einsätzen das Löschwasser nicht mit dem Frischwasser vermischen kann.“

So eine Sicherung ist vor allem dann wichtig, wenn die Feuerwehr dem Löschwasser in besonderen Brandsituationen Sonderlöschmittel wie zum Beispiel Schaum beimischt. Gelangt verschmutztes Löschwasser in das Trinkwassernetz, wie es in anderen Kommunen bereits vorgekommen ist, müsste das Wasserleitungssystem vorübergehend stillgelegt und gereinigt werden. Die Systemtrenner B-FW der Firma AWG sind zertifiziert nach einer neuen Din 14346 und werden im Einsatz bei einem Überflurhydranten direkt an dessen Kupplung montiert. Bei einem Unterflurhydranten und der Verwendung eines Standrohres koppeln die Feuerwehrleute den Systemtrenner zwischen Schlauch und Standrohrkupplung.

„Unabhängig von den Vorschlägen des Fachausschusses Technik der deutschen Feuerwehr ermöglicht uns die Gemeinde, alle unsere Löschfahrzeuge mit mindestens zwei Systemtrennern auszustatten“, erklärt Rödinghausens Wehrführer Rudi Altehoff. Je nach Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs seien es aber auch bis zu vier Trenneinheiten, sagt Geschäftsbereichsleiter Daniel Müller: „Damit übertreffen wir in jedem Fall die Empfehlungen des Fachausschusses.“

Die B-FW Systemtrenner sorgen dafür, dass entnommenes Löschwasser nicht in das Trinkwassersystem zurückgedrückt wird. Das könnte passieren, wenn beim schlagartigen Schließen des Strahlrohrs der Druck in der Schlauchleitung kurzfristig höher ist, als der Druck im Trinkwassernetz. Der Systemtrenner funktioniert dann im Prinzip wie ein Entlüftungsventil. Rund 25.000 Euro hat die Gemeinde Rödinghausen für die 20 Trinkwasserschutzarmaturen investiert. „Wir unterstützen den Einsatz unserer freiwilligen Feuerwehr mit hervorragender Ausrüstung“, sagt Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. „Und wir investieren in diesem Fall gleichzeitig in den Brandschutz und den Umweltschutz.“