Gemeinde Rödinghausen

Schnellmenü

Zurück zum Schnellmenü

Hauptnavigation

Rathaus

Suchformular

Suche
Zurück zum Schnellmenü

Inhaltsbereich





Den letzten Weg individuell gestalten 02.07.2019

Rödinghausen erweitert Friedhof in Schwenningdorf
– Neugestaltung ermöglicht weitere Bestattungsformen

Rödinghausen erweitert Friedhof in Schwenningdorf
Rödinghausen erweitert Friedhof in Schwenningdorf - Neugestaltung ermöglicht weitere Bestattungsformen
© Gemeinde Rödinghausen

Rödinghausen. Eine Grabstelle in der Nähe des Lebensmittelpunkts, blühende Blumen, ein polierter Stein mit dem Familiennamen und regelmäßige Besuche der Angehörigen. Was seit Jahrzehnten Tradition im Umgang mit Verstorbenen ist, hat bis heute bei vielen Rödinghausern einen hohen Stellenwert. Es gibt aber auch immer mehr Menschen in der Wiehengemeinde, die sich für die letzte Ruhe andere Alternativen wünschen. „Der soziale und demografische Wandel in unserer Bevölkerung führt zu einer veränderten Bestattungskultur“, sagt Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. „Mit der Erweiterung und der Neugestaltung des Friedhofs in Schwenningdorf werden wir individuellen Wünschen gerecht und ermöglichen neue Grabarten.“

Vor allem aus Rücksicht auf die Angehörigen wünschen sich immer mehr Menschen ein Grab, das wenig Pflege in Anspruch nimmt. Außerdem besteht Nachfrage nach Gräbern, die die Verbindung zwischen Mensch und Natur zum Ausdruck bringen, oder den Wunsch mit dem Lebenspartner auch im Tod verbunden zu bleiben. In enger Abstimmung mit Bestatter und Friedhofsgärtner hat die Gemeinde Rödinghausen daher ein Friedhofskonzept erarbeiten lassen. Darin sind für den Friedhof in Schwenningdorf unter anderem die Anlage von pflegefreien Baumgräbern, Rasensarggräbern und Urnengräbern vorgesehen.

Möglichst schnell umsetzen möchte die Gemeinde den Bestattungspark, der auf einer zusätzlichen Fläche nördlich des jetzigen Friedhofsgeländes geplant ist. Der neue Park wird dann eine Alternative zu bestehenden Waldfriedhöfen bieten, für die die Rödinghauser jetzt noch einen längeren Anfahrtsweg in Kauf nehmen müssen. Außerdem werden auf der neuen Fläche zusätzliche Parkplätze entstehen und dafür die Zufahrt, die östlich bis zur Friedhofskapelle führt, entsprechend verlängert. Die neue Parkmöglichkeit verkürzt die Wege der Besucher zum Beispiel beim Transport von Blumenerde oder Pflanzen und verbessert den Zugang des Friedhofsgärtners zur Materialhütte.

Zudem sieht das Konzept vor, die vorhandene Friedhofsfläche attraktiver zu gestalten. Durch neue Pflanzflächen und einen zentralen Bereich mit Sitzplätzen und Wasserspiel soll die Aufenthaltsqualität verbessert und Raum für Begegnung, Kommunikation und Besinnung geschaffen werden. Mit den geplanten Maßnahmen sorgt Rödinghausen dafür, dass das Bestattungswesen in der Gemeinde auch zukünftig wettbewerbsfähig bleibt und die Friedhofsflächen nachhaltig verwaltet werden. Die Kosten für die Umgestaltung und Erweiterung schätzt das beauftragte Planungsbüro auf insgesamt 130.000 Euro.

In seiner Sitzung am Mittwoch, 3. Juli 2019, wird der Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales und allgemeine Dienste über das Friedhofskonzept beraten.