Gemeinde Rödinghausen

Schnellmenü

Zurück zum Schnellmenü

Hauptnavigation

Rathaus

Suchformular

Suche
Zurück zum Schnellmenü
 > Kultur / Geschichte > QR-Bismarckturm

Inhaltsbereich

Bismarck-Denkmal

Bismarkturm
Gleich neben dem Aussichtsturm »Nonnenstein« auf dem Kammweg des Wiehengebirges steht das Bismarck-Denkmal.
© Gemeinde Rödinghausen

Gleich neben dem Aussichtsturm „Nonnenstein“ auf dem Kammweg des Wiehengebirges steht das Bismarck-Denkmal. Bereits im Jahr 1875 stand ein anderes Denkmal an derselben Stelle. Dieses Bismarck-Denkmal ist genau genommen ein Bismarck-Stein und wurde im Jahr 1911 vom Turnverein Bünde und Einwohnern der inzwischen selbstständigen Gemeinde des Amtes Rödinghausen in der heutigen Form wieder aufgebaut. Ein Archivfoto von 1915 zeigt, dass der Gebirgskamm vor 100 Jahren völlig kahl war. Doch warum steht hier ein Denkmal und für wen überhaupt?
Nach der Gründung des Deutschen Kaiserreiches im Jahr 1871 wurde der Reichskanzler Otto Bismarck sehr verehrt. Daher wurden an vielen Stellen Bismarckdenkmäler errichtet. Nachdem Bismarck, zu dessen Verdienst auch die Schaffung des Sozialversicherungssystems zählte, im Frühjahr 1890 von Kaiser Wilhelm II. als Reichskanzler entlassen wurde, weil die beiden sich nicht mochten, seien die meisten Deutschen zunächst froh gewesen, dass Bismarck fort war. Das änderte sich jedoch da Kritik an der kriegsverherrlichenden Politik des Kaisers aufgekommen war. Diese durfte jedoch nicht öffentlich geäußert werden. Die Errichtung eines Bismarckturms aber dokumentierte die Distanz zum Kaiser. Von der Erbauung an wurde traditionell immer am 1. April ein Feuer zu Ehren von Bismarcks Geburtstag entzündet. Diese Tradition besteht heute jedoch nicht mehr. Um die Pflege des Areals kümmert sich seit etwa 1959 die Gemeinde Rödinghausen.