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Sauerstoffwerte der Else nicht im kritischen Bereich 25.06.2019


Gülleunfall vermutlich glimpflicher verlaufen als erwartet

Sauerstoffwerte der Else nicht im kritischen Bereich
Fritz Stephan (von links), allgemeiner Vertreter des Rödinghauser Bürgermeisters, informiert sich bei Claudia Hopfinger und Ferhat Güler von der Unteren Wasserbehörde vor Ort über den Zustand des Elsewassers.
© Gemeinde Rödinghausen

Rödinghausen. Drei Tage nach dem Gülleunfall vom Samstag, 22. Juni 2019, im Landkreis Osnabrück entnahmen Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Kreises Herford zum zweiten Mal Wasserproben aus der Else. Das Ergebnis der Probe, die Diplom Geologe Ferhat Güler und die technische Angestellte Claudia Hopfinger im Beisein von Fritz Stephan, dem allgemeinen Vertreter des Rödinghauser Bürgermeisters, unter der Autobahnbrücke in Bruchmühlen aus der Else nahmen, ist nach wie vor auffällig aber nicht im kritischen Bereich.

„Der Sauerstoffgehalt im Wasser ist immer noch niedrig, aber nicht unterhalb der kritischen Marke von 4 Milligramm pro Liter“, sagt Ferhat Güler. Der Stickstoffgehalt habe sich seit der ersten Messung bereits halbiert. Kommt Gülle in einen Fluss, entzieht sie dem Gewässer den Sauerstoff, was im Extremfall zu massenhaftem Fischsterben führen kann. Deshalb hat die zuständige Kreisbehörde sofort nach Bekanntwerden des Gülleauslaufs die örtlichen Angelvereine informiert. Bei einem ähnlichen Vorfall in 2015 holten die Angler unzählige Fischkadaver aus der Else. „Diesmal liegen keine Meldungen über tote Fische vor“, so Güler. Das Gewässer wirke auch deutlich klarer, als bei der ersten Messung. Negativ auf die Messwerte wirken sich aber die Hitze und der geringe Wasserstand aus. „Wenn es mehr geregnet hätte, würde die Gülle besser verdünnt und die stärkere Fließbewegung würde auch für mehr Sauerstoff im Wasser sorgen“, erklärt Claudia Hopfinger

Mittlerweile ist so gut wie sicher, dass die Gülle bereits durch die Else geflossen ist und sich dabei zunehmend verdünnt hat. Noch immer rät der Kreis Herford aber dazu, die Else zu meiden. Menschen, insbesondere Kinder sollten nicht ins Gewässer gehen und Haustiere nicht aus der Else trinken.

Am Samstagnachmittag wurde im Landkreis Osnabrück gemeldet, dass Gülle in den Allerbach geflossen sei. Der Allerbach ist ein Nebengewässer des Violenbaches, der in die Else mündet und dann in den Kreis Herford fließt. Die Gülle stammt von einem landwirtschaftlichen Betrieb in dem Reparaturarbeiten in einem Güllekeller vorgenommen wurden. Warum Gülleflüssigkeit ausfließen konnte und um welche Mengen es sich dabei handelte, ist dem Kreis Herford nicht bekannt. Die Polizei und die zuständige Wasserbehörde in Niedersachsen ermitteln.