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Rödinghauser feiern mit ihrer Feuerwehr 01.08.2019



Vier Tage tolles Programm bei 125-Jahrfeier der LG Rödinghausen

Rödinghausen. Am 6. Juli 1894 gründete sich die erste freiwillige Feuerwehr in der Wiehengemeinde. Jetzt feierte die Löschgruppe Rödinghausen das 125-jährige Bestehen vier Tage lang mit abwechslungsreichem Programm und vielen Besuchern. „Die Menschen aus Rödinghausen identifizieren sich mit ihrer Feuerwehr und das ist mittlerweile ein Alleinstellungsmerkmal im Kreis Herford“, sagte Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. Die Unterstützung wurde schon vor dem Fest sichtbar, als die Anwohner von 13 Straßenzügen im Norden der Gemeinde zum Fest kränzten. Noch deutlicher abzulesen war sie an den Besucherzahlen an allen vier Festtagen.

Mit zwei eindrucksvollen und aufwendigen Schauübungen starteten die Feuerwehrleute das Festwochenende am Freitagabend. Im ersten Obergeschoss vom Bauamt der Gemeinde war Feuer ausgebrochen. Natürlich nicht wirklich, sondern simuliert mit einer Nebelmaschine. Wie im echten Einsatz rückten die freiwilligen Helfer aber mit Blaulicht und Einsatzhorn an, retteten mit Unterstützung des Leiterwagens der Meller Kollegen ein Kind aus den „Flammen“ und übergaben es unter dem Beifall der Zuschauer an das Team vom DRK. Die zweite Übung simulierte einen Autounfall. Dabei zeigte die Rödinghauser Jugendfeuerwehr ihr Können, sicherte das Unfallopfer, schnitt mit der neuen Hydraulik-Rettungsschere das Dach vom Wagen, stabilisierte den Fahrer und holte ihn sicher aus dem Auto.

Beim Zimmerbrand waren auch die kleinsten Helfer der Rödinghauser Feuerwehr mit im Einsatz. Vor einem Jahr gründeten die Rödinghauser als erste im Kreis Herford eine Kinderfeuerwehr, um den Nachwuchs für die Jugend und später die aktive Wehr zu sichern. Die Kinder werden dabei spielerisch an Brandschutz und –bekämpfung sowie den Umgang mit den Gerätschaften herangeführt. 24 Kinder gehören offiziell zu den „Löschzwergen“, an den monatlichen Treffen nehmen aber regelmäßig mehr als dreißig Kinder teil. Sechs von ihnen bekamen beim Feuerwehrfest Urkunde und Nadel übergeben, weil sie erfolgreich die Abnahme der „Kinderflamme“ bestanden hatten.

Gleich am Freitag gratulierten Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer und Wehrführer Rudi Altehoff den beförderten Kameraden und überreichten Urkunden und neue Abzeichen. „Dieses besondere Ehrenamt ist mit Herzblut verbunden“, lobte Vortmeyer das Engagement der freiwilligen Helfer. „Und die Schauübungen haben deutlich gezeigt, dass wir einsatzfähig sind“, so der Bürgermeister. Die nötigen Voraussetzungen dafür schaffe die Gemeinde durch moderne technische Ausrüstung für die Wehr, wie das neue Feuerwehrhaus in Kilver, die Anschaffung des neuen LF KatS und des Mehrzweckfahrzeugs. Dass auch der Bürgermeister „einsatzfähig“ ist zeigte Ernst-Wilhelm Vortmeyer, als er mit sicherem Schlag das Fass der Barre-Brauerei anstach, bevor dann das Abendprogramm mit Crazy-DJ Maik startete.

Am Samstag begrüßten Bürgermeister und Wehrleitung die Ehrenabteilung der Rödinghauser Feuerwehr im Festzelt, bevor mit der Korsofahrt einer der Höhepunkte der vier Festtage begann. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Rödinghauser Löschgruppen und von Wehren aus benachbarten Kommunen, historische Schlepper, der Wiehenexpress für die Ehrenabteilung und ein Party-Sattelzug der Kameraden aus Hunnebrock machten sich auf Tour durch den Norden der Gemeinde und wurden an vielen Stellen von den Bürgerinnen und Bürgern schon erwartet. Am Abend sorgte dann die Hamburger Partyband „Atomic Playboys“ für die richtige Stimmung im Festzelt.

Der Sonntag startete mit einem gemeinsamen Gottesdienst der evangelischen Kirche, der SELK und der Gemeinde der Christen. An dem Familientag stellten verschiedene Retter aus der Region ihre Arbeit vor. Neben der Fahrzeugschau und der Rödinghauser Jugendfeuerwehr, an deren Stand die Besucher selbst den Umgang mit Feuerlöscher und Kübelspritze ausprobieren konnten, lockte besonders die Rettungshundestaffel OWL Interessierte an. Die ehrenamtlichen Hundeführer zeigten, was ihre Hunde alles können müssen.

Beim offiziellen Festakt am Nachmittag blickte Bürgermeister Vortmeyer auf die Entstehung der Rödinghauser Feuerwehr zurück. Den Anstoß hatte damals ein Blitz gegeben, der am 6. Mai 1884 in den Turm der Bartholomäuskirche einschlug. Mit einer herbeigeschafften privaten Feuerspritze aus Schwenningdorf kämpften die Bürger gegen die Flammen und fassten danach den Entschluss, eine Feuerwehr zu gründen. Zehn Jahre dauerte es dann noch, bis sich die Truppe formiert und ausgerüstet mit Helm, Joppe und Gurt die offizielle Anerkennung zum „Organ des öffentlichen Feuerlöschwesens“ bekam. 125 Jahre ist das jetzt her und zum Jubiläum überbrachte Kreisbrandmeister Bernd Kröger Grüße und Glückwünsche vom Landrat und dem Kreisdirektor an Löschgruppenführer Jens Rüter und seine Kameraden. „Die Feuerwehr ist ein fester und unverzichtbarer Bestandteil der Gesellschaft“, so Kröger. „Und 125 Jahre im Dienst der Menschen verdient Dank und Anerkennung“.

Am Montag kamen die Feuerwehrleute und Teams aus der Umgebung dann nochmal richtig ins Schwitzen. Neun Mannschaften starteten beim Strohballenwettrollen auf der alten Dorfstraße und wurden von den vielen Besuchern angefeuert. Maximal sechs Starter mussten dabei so schnell wie möglich einen riesigen Rundballen durch einen Slalomparcours manövrieren und dabei noch einige Aufgaben erledigen. Am Ende lag das Team des CVJM Rödinghausen vorn, dicht gefolgt von der Löschgruppe Bieren. Zum Abschluss des Tages sorgte DJ AnFi im Festzelt für die richtige Stimmung zum Ausklang des viertägigen Feuerwehrfests der Löschgruppe Rödinghausen.

02 Schauübung
Viele Besucher verfolgten die simulierte Rettung eines Kindes
© Gemeinde Rödinghausen
04 Schauübung
Bei der Schauübung unterstütze auch die Kinderfeuerwehr
© Gemeinde Rödinghausen
09 Schauübung
Mit einer Hydraulik-Rettungsschere befreiten die Helfer den »Unfallfahrer«
© Gemeinde Rödinghausen
13 Beförderungen
Zum Feuerwehrmann-Anwärter wurde Malte Heckert befördert, Marius Tiemann wurde zum Feuerwehrmann. Oberfeuerwehrmann bzw. Oberfeuerwehrfrau dürfen sich jetzt nennen: Lars Melches, Thorben Koch, Jan Kostrzewa, Moritz Bulthaup, Tanja Kretschmer, Marco Kretschmer und Marvin Wobker. Zu Hauptfeuerwehrmännern befördert wurden Patrick Hoffman und René Delplanque. Friedrich Westermeyer und Lukas Bendig sind jetzt Unterbrandmeister. Den Beförderten gratulieren Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer (rechts), Feuerwehrchef Rudi Altehoff (links) und dessen Stellvertreter Andreas Paul (2. von links) und Peter Mende (2. von rechts)
© Gemeinde Rödinghausen
16 Beförderungen
Im Festzelt begrüßte Bürgermeister Vortmeyer die Feuerwehrleute
© Gemeinde Rödinghausen
22 Fassanstich
Mit einem Schlag: Der Bürgermeister sticht das Fass an
© Gemeinde Rödinghausen
30 Ehrenabteilung
Löschgruppenführer Jens Rüter und Bürgermeister Vortmeyer mit der Ehrenabteilung
© Gemeinde Rödinghausen
40 Korsofahrt
Höhepunkt des Samstags war die große Korsofahrt
© Gemeinde Rödinghausen
44 Korsofahrt
Zahlreiche Fahrzeuge der Rödinghauser Einheiten und von befreundeten Weheren drehten ihre Runde durch die Gemeinde
© Gemeinde Rödinghausen
49 Rettungshundestaffel
Auf großes Interesse bei den Besuchern stieß die Rettungshundestaffel OWL, die ihr Können präsentierte
© Gemeinde Rödinghausen
55 Empfang der Wehren
Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer blickte zurück auf die Anfänge der Rödinghauser Feuerwehr
© Gemeinde Rödinghausen
61 Empfang der Wehren
Sechs Löschzwerge bekamen von Peter Mende Urkunde und Nadel für das Bestehen der »Kinderflamme«
© Gemeinde Rödinghausen
65 Strohballenwettrollen
Am Montag stand das Strohballenwettrollen im Mittelpunkt. Die Löschgruppe Bieren belegte den zweiten Platz
© Gemeinde Rödinghausen

Autor: Admin Rödinghausen