Gemeinde Rödinghausen

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Rödinghausen, Hiddenhausen und Kreis Herford sind familiengerecht 07.07.2021


Zertifikate „Familiengerechte Kommune“ wurden jetzt übergeben 

Übergabe Zertifikate Familiengerechte Kommune
Freuen sich über die Zertifizierung: Bianca Krutemeyer (Projektleitung Kreis Herford, v.l.), Daniel Müller (Geschäftsbereichsleiter Rödinghausen), Norbert Burmann (Dezernent Kreis Herford), Kerstin Schmidt (Auditorin Demographie lokal), Andreas Hüffmann (Bürgermeister Hiddenhausen), Ulrich Rolfsmeyer (ehemaliger Bürgermeister Hiddenhausen), Beatrix Schwarze (Geschäftsführerin Familiengerechte Kommune e.V.), Andrea Stroba und Gisela Hering-Bejaoui (Projektleitung Gemeinde Hiddenhausen), Landrat Jürgen Müller.
© Kreis Herford

Den Kreis, die Städte und Gemeinden attraktiver zu machen, für Jung und Alt und vor allem für Familien – das ist der Schwerpunkt des Zertifikat-Prozesses „Familiengerechte Kommune“ / „Familiengerechter Kreis“. Das Programm, das sich ursprünglich nur an Kommunen richtete, wurde 2008 vom Land NRW zusammen mit der Bertelsmann- und der Hertie-Stiftung entwickelt. Seit 2013 wird das Instrument über den Verein Familiengerechte Kommune e.V. bundesweit auch Kreisen zur Verfügung gestellt. Dabei werden Politik und Verwaltung genauso einbezogen, wie die Bewohner*innen der Kommunen und Kreise und damit auf eine engagierte Zivilgesellschaft gesetzt. Rödinghausen wurde erstmals 2010 zertifiziert und gehörte zu den acht Pilotkommunen. Hiddenhausen und der Kreis Herford haben den Prozess jetzt ebenfalls durchlaufen.

Profitieren werden davon viele im Kreis Herford, ist sich Landrat Jürgen Müller sicher: „Wir wollen im gesamten Kreisgebiet nach und nach vergleichbare Strukturen für Familien schaffen – das Angebot soll möglichst übersichtlich und familienfreundlich sein. Der Kreis Herford soll eine gute Lebensqualität für alle Generationen bieten. Das ist ein Ziel, das durch neue Maßnahmen ständig erweitert wird und an dem wir schon länger arbeiten – der Prozess wird jetzt jedoch noch einmal klarer strukturiert und kann besser gesteuert werden“.

19 Ziele hat der Kreis dafür formuliert, 45 Maßnahmen gehören zur Vision. Einige davon sind bereits umgesetzt oder in Arbeit: So gibt es neue Programme, durch die Hebammen und junge Hausärzte in den Kreis gelockt werden sollen, ein Demenzverbund ist gegründet, ein kreisweites Mobilitätskonzept entsteht und eine Statistikstelle ist eingerichtet. Junge Menschen im Kreis Herford wurden im Rahmen eines Workshops sowie einer Befragung in die Zertifizierung eingebunden und werden auch zukünftig eine wichtige Rolle im weiteren Prozess spielen. Auch als familienfreundlicher Arbeitgeber ist der Kreis bereits mehrfach ausgezeichnet und will damit Vorbild für andere Arbeitgeber im Kreisgebiet sein.
Im Bildungsbereich will der Kreis für alle Kommunen Kooperationen ausbauen, neu zugezogene Familien sollen besser willkommen geheißen werden. Auch der zukünftige Wohnraum und neue bezahlbare Wohnungen sind Themen: Eine Wohnraumbedarfsanalyse liegt bereits vor und der darauf aufbauende Masterplan „Bezahlbarer Wohnraum“ wird gerade erstellt.

Das Zertifikat ist mehr als eine Auszeichnung – es verpflichtet die Kommunen und Kreise zur Dokumentation und zur Einhaltung ihrer Ziele. Das wird unter anderem durch politische Beschlüsse nachhaltig abgesichert. Fachlich begleitet wird dieser Prozess durch den Verein Familiengerechte Kommune und Gesamtstrategien werden mit allen Beteiligten abgesprochen. In der ersten Phase wird die familienpolitische Ausgangslage analysiert und eine Gesamtstrategie entwickelt. Hierzu zählen abgestimmte Ziele und Maßnahmen für alle Generationen. Dann wird der Prozess nach etwa einem Jahr begutachtet und das erste Zertifikat verliehen. Nach der erfolgreichen Zertifizierung folgt eine dreijährige Umsetzungsphase.

Rödinghausen wurde, als Vorreiterin im Kreis Herford, nun schon zum dritten Mal und damit dauerhaft zertifiziert. Die kleinste Gemeinde im Kreis hat sich beispielsweise schon dem Thema Betreuungszeiten in Kindertageseinrichtungen gewidmet und eine zentrale Ansprechstelle für generationsübergreifende Anliegen eingerichtet. Zukünftig nimmt die Gemeinde die Bedarfe der Jugendlichen noch mehr in den Blick. Hiddenhausen ist, wie der Kreis Herford, neu in den Prozess eingestiegen und wurde erstmals zertifiziert.

„Insgesamt sind der Zertifizierungsprozess und später dann die erreichten Ziele ein Gewinn für uns alle. Einmal mehr setzten wir auf den Austausch aller Beteiligten, können gemeinsam denken, entwickeln und abstimmen und stärken uns gegenseitig. Den Lohn der Arbeit haben wir dabei täglich vor Augen: Einen stets attraktiveren Kreis Herford“, so Landrat Jürgen Müller.