Gemeinde Rödinghausen

Schnellmenü

Zurück zum Schnellmenü

Hauptnavigation

Rathaus

Suchformular

Suche
Zurück zum Schnellmenü
 > Info > Aktuelles

Inhaltsbereich




Rödinghausen erhält plattdeutsches Ortseingangsschild 05.07.2018


Ertes OWL- Ortsschild op Platt

Erste OWL - Ortschild op Platt in Rödinghausen
von links nach rechts: Magdalena Obrock - Plattdeuter Gesprächskreis -, Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmemeyer, Stephan Paul - MdL NRW
© Gemeinde Rödinghausen

Rödinghausen. Am 4. Juli 2018 wurde in Rödinghausen das erste Ortseingangsschild im Kreis Herford mit der zusätzlichen plattdeutschen Bezeichnung des Ortes aufgestellt. Am Ortseingang „Alte Dorfstraße“ steht das neue Schild mit der ergänzenden Bezeichnung „Ränghiusen“. Rödinghausen ist damit die erste Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, die von Heimatministerin Ina Scharrenbach die Erlaubnis für die Zusatzbezeichnung bekam und diese in die Hauptsatzung aufgenommen hat. Das Aufstellen des ersten geänderten Ortsschildes ist jetzt der nächste Schritt. „Nun kann jeder Besucher sofort erkennen, dass in Ränghiusen die plattdeutsche Sprache noch gelebt wird“, so Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer anlässlich der Aufstellung des ersten neuen Ortseingangsschilds. Die Gemeinde gilt bei vielen als heimliche Hauptstadt des Plattdeutschen im Kreis Herford. Arbeitskreise, zahllose Veranstaltungen und Veröffentlichungen zeigen wie stark das Plattdeutsche in Rödinghausen verwurzelt ist und auch gelebt wird.

Bereits vor 6 Jahren hatte sich der Plattdeutsche Gesprächskreis der Gemeinde, mit den Mitgliedern Magdalena Obrock, Egon Brandmeier, Heinrich Bringewatt, Gerd Heining und Wilhelm Schürmann die Aufstellung zweisprachiger Ortsschilder eingesetzt. „Um das Plattdeutsche zu stärken und das Wissen um den Kulturkreis Plattdeutsch wach zu halten“, hieß es in der damaligen Anregung an den Rat. Der Gemeinderat hatte daraufhin 2012 einen entsprechenden Beschluss gefasst. Dieser wurde jedoch von der damaligen Landesregierung gestoppt, da eine solche Zusatzbezeichnung damals nicht zulässig war.

Ende 2017 änderte sich diese Voraussetzung. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung gab einen Erlass heraus, der eine Zusatzbezeichnung nun zulässt.
Nach dem erneuten Beschluss durch den Rat erfolgte bereits im April 2018 die Erlaubnis des Ministeriums. „Binnen weniger Wochen ist der Wunsch der Gemeinde nun in Erfüllung gegangen“, kommentierte Ministerin Ina Scharrenbach die Entscheidung. „Damit wird ein Herzenswunsch der Heimatliebhaber Wirklichkeit.“ Sie verweist darauf, dass Zusatzbezeichnungen auf Ortsschildern ein Beitrag zur Identitätsstiftung in den Orten sind.

Demnächst werden vier weitere Ortseingangsschilder mit der Zusatzbezeichnung folgen. Die Standorte befinden sich am Auffahrarm Bünder/Heerstraße, an der Buerschen Straße, der Heerstraße und der Westerbergstraße.

Grußworte:

  • Grußwort von NRW Heimatministerin Ina Scharrenbach [PDF: 73 kB]
  • Grußwort von Stephen Paul - MdL NRW - [PDF: 104 kB]

Links: