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Ernst-August Meyer hört auf 14.12.2018

Nach 19 Jahren an der Spitze des Verkehrsvereins gibt der Vorsitzende sein Amt ab

Ernst-August Meyer hört auf
Übergibt sein Amt: Ernst-August Meyer hat den Verkehrsverein 1976 mit gegründet und war insgesamt 19 Jahre dessen Vorsitzender.
© Gemeinde Rödinghausen

Rödinghausen. Ernst-August Meyer war von Anfang an dabei. Am 30. März 1976 gründeten sieben Aktive den Verkehrsverein Rödinghausen. Einer von ihnen war Ernst-August Meyer. Als Vorsitzender leitete er 16 Jahre die Geschicke des Vereins, übergab den Vorsitz dann an Gemeindedirektor Fritz Imort. Seit 2015 leitete Meyer den Verkehrsverein wieder und übergibt nun sein Amt an Michael Heß.

„Irgendwann müssen Jüngere an die Spitze“, sagt der 78-Jährige. „Und die Aufgaben des Vereins haben sich im Laufe der Zeit verändert.“ Anfangs war das Ziel, die allgemeine Wirtschaft, insbesondere den Fremdenverkehr zu fördern. „Die Gemeinde strebte zu der Zeit die Anerkennung als staatlich anerkannter Luftkurort an“, erinnert sich Meyer. Rödinghausen sei damals neben Vlotho eine der ärmsten Gemeinden im Kreis Herford gewesen. Es habe aber schon einige Familien in der Wiehengemeinde gegeben, die Übernachtungsmöglichkeiten angeboten haben. „Diese Entwicklung verstärkte sich, als zum Beispiel das Berliner Sozialamt damit begann, einkommensschwachen Menschen Erholungsurlaube zu fördern“, so der 78-Jährige.

Die besonders aktiven Jahre des Verkehrsvereins begannen. Schon drei Monate nach der Gründung veröffentlichten die Mitglieder den „Wann-Wo-Was“-Veranstaltungskalender, der an alle Haushalte in Rödinghausen und auch im Bereich der Stadt Melle verteilt wurde. Der Verein veranstaltete das erste Osterfeuer und vom provisorischen Büro im Wohnwagen des stellvertretenden Vorsitzenden Ewald Schubmann aus, organisierten die mittlerweile 100 Mitglieder Film- und Diavorführungen, Wanderungen, Rundgänge durch die Bartholomäuskirche, Waldspaziergänge und Dorfführungen. „All das war für die Bürger aus Rödinghausen gedacht, aber vor allem auch als abwechslungsreiches Programm für auswärtige Gäste“, sagt Ernst-August Meyer. Die Gemeinde habe den Verein bei den Aktionen immer maßgeblich unterstützt. So sei auch der erste Autoaufkleber konzipiert worden sowie Gemeinde- und Gästeprospekte, Ortspläne, Wanderkarten und die ersten farbigen Postkarten.

Verkehrsverein
Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer (4. von links) und der neue Vorstand des Verkehrsvereins mit Schatzmeister Siegfried Langenberg (von links), Annegret Fleer (stellvertretende Vorsitzende), Beate Langenberg (Geschäftsführerin), Michael Heß (Vorsitzender), Irmlind Heß (Beisitzerin), Ralf Maron und Anne Flegel (beide Beirat) verabschieden Ernst-August Meyer (mit Blumenstrauß).
© Gemeinde Rödinghausen

„Mit Einführung der Kurkarte und den damit erbetenen Daten, konnten wir auch gezielt für unsere Gemeinde werben“, erklärt der 78-Jährige. Treue Besucher seien bei der Ankunft feierlich empfangen worden und alle Gäste hätten Geburtstagsgrüße per Post bekommen. In Erinnerung geblieben sind vielen Rödinghausern sicher auch Ereignisse, wie die Parkbeleuchtung, die später als „Fest der 1000 Lichter“ bekannt wurde, die regelmäßige Disco der Verkehrsverein-Jugendgruppe im Haus des Gastes und die Kreation des Wiehengebirgstropfens zusammen mit Preußisch Oldendorf und Bad Essen. Gemeinsam mit den Nachbargemeinden präsentierte der Verkehrsverein die Wiehengebirgsregion auch auf Ausstellungen und Messen. Und als die britischen Streitkräfte 1986 eine Schießanlage in Westkilver planten, machte der Verein mit Plakaten und Unterschriftensammlungen dagegen mobil.

In den folgenden Jahren besuchten immer weniger Gäste den Luftkurort Rödinghausen. „Die Ansprüche der Gäste waren gestiegen, das touristische Angebot nicht ausreichend und die Qualität der Unterkünfte und der Gastronomie wurde bemängelt“, sagt Ernst-August Meyer. Besonders eine Bademöglichkeit näher am Ortskern habe vielen Gästen gefehlt. Die Zahl der angebotenen Betten sank und der Rückgang der sogenannten „weißen Industrie“ war nicht mehr aufzuhalten.

1992 gab Ernst-August Meyer den Vorsitz des mittlerweile 380 Mitglieder zählenden Verkehrsvereins an Fritz Imort ab. Aufgrund der landschaftlichen Lage und der guten Klimawerte warben die Rödinghauser dann vermehrt um Tagesgäste. Der Verkehrsverein kümmerte sich um die Instandsetzung von Wanderwegen, Bänken und Schutzhütten und organisierte 2014 zusammen mit der Gemeinde, der örtlichen Feuerwehr und der Kirchengemeinde erstmals das Nonnensteinfest. „Das war wieder ein Höhepunkt und sollte in jedem Fall wiederholt werden“, findet Ernst-August Meyer. Ein Jahr später übernahm der Rödinghauser noch einmal die Leitung des Verkehrsvereins und löste damit Karl-Heinz Pelka ab. Auf der Jahreshauptversammlung im vergangenen November gab Ernst-August Meyer sein Amt dann endgültig ab. Michael Heß wurde zum Vorsitzenden gewählt. Der Pfarrer in Rente habe einen Draht zur Natur, sagt Meyer. „Michael Heß ist genau der Richtige für die Aufgabe.“

Die nächste Aktion des Verkehrsvereins ist bereits geplant: Am 28. Dezember 2018 startet um 14.30 Uhr die Winterwanderung am Haus des Gastes.